Warum sind viele Handys so gebaut, dass man sie nicht öffnen kann?

Das US-amerikanische Unternehmen ifixit hat auf seiner Webseite einen Smartphone-Repairability-Index. Dabei haben die Techniker alle Geräte demontiert und analysiert und auf einer Skala von 10 (sehr gut reparierbar) bis 0 (gar nicht zu reparieren) bewertet. Apple-Geräte schnitten dabei gar nicht mal schlecht ab: https://de.ifixit.com/smartphone-repairability

Das Problem der Gerätehersteller, z.B. Apple, ist eher, dass sie nicht wollen, dass ihre Geräte repariert werden und deshalb auch keine Werkzeuge, Handbücher und genügend Original-Ersatzteile zu leistbaren Preisen zur Verfügung stellen. Im Mai 2019 verhinderte der Konzern ein US-Gesetz für ein „Recht auf Reparatur“.

Aber es gibt Hoffnung, zumindest in der EU. Da basteln die Europarechtler gerade an einem „Recht auf Reparatur“

Und auch Apple beugt sich langsam und stellt seit kurzem auch Original-Ersatzteile für Freie Werkstätten (und nicht nur für autorisierte Service-Partner) zur Verfügung, allerdings erstmal nur in den USA:

Andererseits erschwert Apple auch die iPhone-Reparatur durch Dritte absichtlich: „Apple sieht es nicht gerne, wenn kaputte iPhones von anderen als dem eigenen Support und Apple-zertifizierten Reparaturservices wieder flott gemacht werden. Das Unternehmen hat eine Maßnahme getroffen, um das weiter zu erschweren. Die Akkus der Smartphones sind mit einem Chip ausgestattet, der den Zugriff auf die Diagnose-Funktion kappt, wenn sie von Drittanbietern ausgetauscht wurden.“