Wie und wo werden die Rohstoffe abgebaut?

Die Rohstoffe für Handys werden in verschiedenen Ländern abgebaut. Z.B. ist die Demokratischen Republik Kongo das Hauptland für den Kobaltabbau. Laut der Süddeutschen Zeitung (18.07.2019) wurden im Jahr 2017 mehr als 60 Prozent des weltweit genutzten Rohstoffs dort gefördert. Knapp 50 Prozent der globalen Reserven lagern dort noch unter der Erde.

Die Bedeutung der Konfliktmineralien für den Rohstoffabbau lässt sich am Beispiel des Erzes Coltan erklären. Aus Coltan wird das für die Handyproduktion notwendige Metall Tantal gewonnen. Größere Rohstoffvorkommen gibt es u.a. im Kongo. Dort finanziert der Coltanabbau über viele Jahre einen grausamen Bürgerkrieg: Da es relativ leicht abgebaut werden kann, besetzten die Rebellen zahlreiche Minen und ließen das Erz unter gefährlichen Bedingungen fördern, um es anschließend gewinnbringend zu verkaufen.

Mittlerweile wird der Rohstoffabbau und -handel stärker kontrolliert und findet auch unter verbesserten Bedingungen in „konfliktfreien“ Minen statt. Der Rohstoffabbau bietet vielen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo zumindest ein geringes Einkommen.

Weiters ist es bei der Rohstoffgewinnung wichtig, auch auf die Abbaubedingungen der Menschen zu achten. Durch fehlende Schutzkleidung, Staub und Dämpfe kann es zu Gesundheitsproblemen kommen.

Handyanbieter, die auf diese Aspekte besonders achten, sind z.B. das niederländische Unternehmen Fairphone oder das deutsche Unternehmen  Shiftphone.